Kurze Antwort: Eisen ist für die Bildung roter Blutkörperchen und den Sauerstofftransport notwendig, und Frauen im gebärfähigen Alter verlieren Eisen während der Menstruation. Eine Beobachtungsstudie hat Eisenergänzung mit einem geringeren Risiko für ovulationsbedingte Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht, aber die Datenlage ist begrenzt und nicht eindeutig. Das Auffüllen eines festgestellten Eisenmangels ist sinnvoll – aber mehr Eisen, als man benötigt, bringt wahrscheinlich keinen zusätzlichen Vorteil.
Warum Eisen für Frauen im gebärfähigen Alter wichtig ist
Eisen ist ein Baustein von Hämoglobin, dem Protein, das Sauerstoff im Blut transportiert. Während der Menstruation geht regelmäßig Eisen verloren, und der Bedarf steigt zudem während einer Schwangerschaft, da der Körper sowohl den Bedarf der Mutter als auch den des Fötus decken muss. Laut 1177 Vårdguiden hat ein erheblicher Anteil der Frauen im gebärfähigen Alter einen niedrigen Eisenspiegel, und häufige Symptome eines Eisenmangels können Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Schwindel und Kurzatmigkeit sein. Die Symptome können jedoch vage sein, was dazu führt, dass ein Mangel manchmal übersehen wird.
Was die Forschung über Eisen und Fruchtbarkeit sagt
Die Datenlage ist begrenzt und basiert größtenteils auf Beobachtungsstudien, die Zusammenhänge, aber nicht unbedingt Ursache und Wirkung zeigen können. In einer großen amerikanischen Kohortenstudie (Nurses' Health Study II) hatten Frauen, die Eisenergänzungsmittel einnahmen, ein geringeres Risiko für ovulationsbedingte Unfruchtbarkeit im Vergleich zu denen, die dies nicht taten. Der Zusammenhang galt vor allem für sogenanntes Nicht-Hämeisen, das in Nahrungsergänzungsmitteln und pflanzlichen Lebensmitteln vorkommt, während Hämeisen aus Fleisch keinen gleichen Zusammenhang zeigte. Neuere Studien an Paaren, die eine Schwangerschaft planen, konnten jedoch keinen so deutlichen Zusammenhang bestätigen, was darauf hindeutet, dass das Bild komplexer ist, als es zunächst schien.
Ernährung oder Nahrungsergänzungsmittel – was ist sinnvoll?
Das schwedische Lebensmittelamt (Livsmedelsverket) empfiehlt Frauen im gebärfähigen Alter eine tägliche Eisenzufuhr von etwa 15 mg, unter anderem um Menstruationsverluste auszugleichen. Eisen ist sowohl in tierischen Quellen (wie Fleisch und Blutprodukten) als auch in pflanzlichen Quellen (wie Hülsenfrüchten, Vollkornprodukten und grünem Blattgemüse) enthalten, und die Aufnahme von Nicht-Hämeisen verbessert sich, wenn gleichzeitig Vitamin C aufgenommen wird. Für viele reicht eine abwechslungsreiche Ernährung aus, aber bei einem festgestellten Mangel können Nahrungsergänzungsmittel notwendig sein. Zusätzliches Eisen über den Bedarf hinaus bietet wahrscheinlich keinen weiteren Fruchtbarkeitsvorteil und kann in hohen Dosen Nebenwirkungen verursachen.
Wann es sich lohnen kann, den Eisenwert überprüfen zu lassen
Wenn Sie Symptome wie anhaltende Müdigkeit, Kurzatmigkeit oder Schwindel haben – oder starke Menstruationsblutungen –, kann es sich lohnen, mit Ihrem Arzt über einen Bluttest zur Messung des Eisenstatus zu sprechen. Die eigenständige Einnahme von Eisenergänzungsmitteln ohne festgestellten Mangel ist selten gerechtfertigt, da der Körper nur eine begrenzte Fähigkeit hat, überschüssiges Eisen abzubauen. Eine individuelle ärztliche Beratung berücksichtigt Ihre eigenen Werte und Ihre Situation.
Häufig gestellte Fragen
Können Eisenergänzungsmittel dazu führen, dass ich schneller schwanger werde?
Es gibt begrenzte Hinweise darauf, dass ein Zusammenhang zwischen Eisenergänzungsmitteln und einem geringeren Risiko für ovulationsbedingte Unfruchtbarkeit besteht, aber es ist nicht erwiesen, dass Eisen an sich dazu führt, dass Sie schneller schwanger werden. Füllen Sie in erster Linie einen festgestellten Mangel auf, anstatt Eisen präventiv ohne Mangel einzunehmen.
Soll ich Eisen nehmen, auch wenn ich keinen Mangel habe?
Wahrscheinlich nicht ohne Grund. Zusätzliches Eisen über den Bedarf hinaus scheint keinen Fruchtbarkeitsvorteil zu bringen, und hohe Dosen können Nebenwirkungen wie Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Ein Bluttest beim Arzt kann zeigen, ob Sie tatsächlich Nahrungsergänzungsmittel benötigen.
Welche Form von Eisen wird am besten aufgenommen?
Die Aufnahme von Nicht-Hämeisen aus Pflanzen und Nahrungsergänzungsmitteln verbessert sich, wenn es mit Vitamin C kombiniert wird, während Kaffee und Tee im Zusammenhang mit einer Mahlzeit die Aufnahme verringern können. Hämeisen aus tierischen Quellen wird im Allgemeinen effektiver aufgenommen, aber der Bedarf und die geeignete Form unterscheiden sich von Person zu Person.
Dieser Text dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen Arzt, bevor Sie mit Nahrungsergänzungsmitteln beginnen oder wenn Sie Symptome oder Fragen zu Ihrer Fruchtbarkeit oder Gesundheit haben.