Vitamin D und Fruchtbarkeit – was die Forschung besagt

Kurze Antwort: Vitamin D scheint eine Rolle bei der Fruchtbarkeit zu spielen. Studien zeigen, dass Frauen mit Vitamin-D-Mangel seltener eine erfolgreiche IVF haben, und Mangel ist weit verbreitet – insbesondere im Winter in den nordischen Ländern. Ob eine Ergänzung allein das Ergebnis verbessert, ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Vitamin D trägt unter anderem zur normalen Funktion des Immunsystems bei.

Warum sollte Vitamin D die Fruchtbarkeit beeinflussen?

Rezeptoren für Vitamin D finden sich in mehreren reproduktiven Geweben, sowohl bei Frauen als auch bei Männern – unter anderem in den Eierstöcken und der Gebärmutterschleimhaut. Es ist daher biologisch plausibel, dass der Vitamin-D-Status die Eierstockfunktion, die Embryoqualität und die Empfänglichkeit der Gebärmutter beeinflussen kann.

Was sagt die Forschung?

Eine systematische Übersicht und Metaanalyse von Frauen, die sich einer assistierten Befruchtung unterzogen, ergab, dass diejenigen mit Vitamin-D-Mangel im Durchschnitt eine geringere Chance auf eine Lebendgeburt hatten als diejenigen mit ausreichenden Werten. Gleichzeitig ist noch unklar, ob eine Vitamin-D-Ergänzung allein das IVF-Ergebnis verbessert – hier sind weitere und größere Studien erforderlich. Einen Mangel zu vermeiden erscheint dennoch vernünftig.

Mangel ist in den nordischen Ländern weit verbreitet

Da Vitamin D in der Haut durch Sonnenlicht gebildet wird, haben viele Menschen in den nordischen Ländern in der Winterhälfte des Jahres niedrige Werte. Eine Nahrungsergänzung wird oft empfohlen, insbesondere vor und während der Schwangerschaft.

Häufig gestellte Fragen

Wie nehme ich Vitamin D auf?
Durch Sonne, fetten Fisch, angereicherte Lebensmittel und Nahrungsergänzungsmittel. Im Winterhalbjahr ist eine Nahrungsergänzung oft sinnvoll.

Kann man zu viel bekommen?
Ja, Vitamin D ist fettlöslich und wird im Körper gespeichert – überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie einen Arzt oder eine Hebamme bezüglich der Dosierung.

Quellen