PCOS und Nahrungsergänzungsmittel – was ist vor einer Schwangerschaft relevant?

Kurze Antwort: Nahrungsergänzungsmittel sind keine etablierte Fertilitätsbehandlung bei PCOS. Inositol wurde untersucht, aber der Nutzen für eine Schwangerschaft und eine Lebendgeburt ist ungewiss. Gehen Sie von dem aus, was behandelt werden muss: Ausbleibender Eisprung, Stoffwechselprobleme oder ein nachgewiesener Nährstoffmangel erfordern unterschiedliche Maßnahmen.

Kurz über PCOS

PCOS (Polyzystisches Ovarialsyndrom) ist eine der häufigsten hormonellen Ursachen für unregelmäßigen oder ausbleibenden Eisprung und kann daher die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Die Insulinsensitivität spielt dabei oft eine zentrale Rolle.

Inositol – was sagt die Forschung?

Die internationalen PCOS-Leitlinien von 2023 betrachten Inositol bei Unfruchtbarkeit als experimentell, sowohl allein als auch in Kombination mit anderen Behandlungen. Veränderte Insulinwerte oder eine regelmäßigere Menstruation zeigen nicht zwangsläufig, dass mehr Frauen Kinder bekommen.

Gehen Sie von Ihren Symptomen und Ihrem Kinderwunsch aus

Ernährungsgewohnheiten und körperliche Aktivität können die Gesundheit bei PCOS unterstützen. Bei Kinderwunsch und ausbleibendem Eisprung ist auch eine medizinische Einschätzung erforderlich. Lebensstilberatung sollte nicht zur Bedingung für eine Hilfe oder zu einem Grund werden, die Abklärung aufzuschieben.

Andere Nährstoffe

Vitamin D und Omega-3 werden ebenfalls bei PCOS untersucht. Und Folsäure vor einer Schwangerschaft gilt selbstverständlich auch bei PCOS.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie einen Arzt, insbesondere bei PCOS und Kinderwunsch.

Quellen