Kurze Antwort: Die Anzahl und Qualität der Eizellen verändert sich mit zunehmendem Alter, was die Chance auf eine Schwangerschaft und das Risiko einer Fehlgeburt beeinflusst. Die Veränderung erfolgt allmählich, wobei es große individuelle Unterschiede gibt. Kein Geburtstag stellt dabei eine scharfe Grenze dar, doch das Alter spielt bei der Planung von Diagnostik und Behandlung eine Rolle.
Menge und Qualität
Zwei Dinge verändern sich mit zunehmendem Alter: Die Anzahl der Eizellen (der Eizellvorrat) nimmt ab, und die Qualität der Eizellen verschlechtert sich. Frauen werden mit allen ihren Eizellen geboren, und deren Anzahl sinkt im Laufe des Lebens kontinuierlich. Gleichzeitig steigt der Anteil der Eizellen mit Chromosomenanomalien, was es schwieriger macht, eine gesunde Schwangerschaft zu erzielen.
Was sagt die Forschung?
Die Fruchtbarkeit nimmt mit zunehmendem Alter ab, und der Rückgang wird in der zweiten Hälfte der 30er Jahre deutlicher. Statistiken beschreiben Gruppen, nicht jedoch genau, was für eine einzelne Person gilt. Auch bei einer IVF-Behandlung mit eigenen Eizellen ist das Alter von Bedeutung; bei eingefrorenen Eizellen ist das Alter zum Zeitpunkt der Einfrierung entscheidend.
Was kann man tun?
Das Alter lässt sich nicht beeinflussen, aber Wissen ermöglicht eine bessere Planung. Wenn der Wunsch nach einer Schwangerschaft in einem höheren Alter besteht, kann es ratsam sein, nicht zu lange zu warten, bis man ärztliche Hilfe sucht, falls es nicht von selbst gelingt. Ein gesunder Lebensstil unterstützt die allgemeine reproduktive Gesundheit, und für diejenigen, die dies wünschen, besteht die Möglichkeit, sich beispielsweise in einer Klinik über eine Eizellgefrierung zu beraten.
Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Ihre Situation ist individuell – sprechen Sie bei Fragen mit medizinischem Fachpersonal.
Quellen
- American Society for Reproductive Medicine. Female age-related fertility decline. Fertility and Sterility.