Ubiquinol und Eizellenqualität – was die Forschung über die aktive Form von Q10 sagt

Kurze Antwort: Ubiquinol ist die aktive, am leichtesten aufnehmbare Form von Q10 – und die Option, die am häufigsten für Fruchtbarkeit und Eizellqualität empfohlen wird. Q10 ist ein Antioxidans, das für die Energieproduktion der Eizellen von zentraler Bedeutung ist, und Forschung (hauptsächlich bei Frauen mit eingeschränkter Eizellreserve oder höherem Alter) deutet darauf hin, dass Nahrungsergänzungsmittel die Eizellqualität und die Ergebnisse bei IVF unterstützen können. Da es dem Körper mit zunehmendem Alter immer schwerer fällt, normales Q10 (Ubiquinon) in die aktive Form umzuwandeln, ist Ubiquinol die erste Wahl.

Ubiquinol oder Ubiquinon – welche Form ist die Beste?

Q10 gibt es in zwei Formen: Ubiquinon (die oxidierte Form) und Ubiquinol (die reduzierte, aktive Form) – und der Unterschied spielt eine Rolle. Ubiquinon muss im Körper erst in Ubiquinol umgewandelt werden, bevor es verwendet werden kann, während Ubiquinol bereits in der Form vorliegt, die der Körper direkt aufnimmt und verwertet. Ubiquinol hat daher im Allgemeinen eine bessere Bioverfügbarkeit. Da die Fähigkeit des Körpers, Ubiquinon in Ubiquinol umzuwandeln, mit zunehmendem Alter abnimmt, ist Ubiquinol oft die bessere Wahl – besonders für diejenigen, die die Aufnahme maximieren wollen. Es ist auch die Ubiquinol-Form, die viele Fruchtbarkeitsspezialisten bevorzugen.

Warum beeinflusst Q10 die Eizellqualität?

Eizellen enthalten mehr Mitochondrien als jede andere Zelle im Körper und benötigen viel Energie, um zu reifen und befruchtet werden zu können. Q10 – in seiner aktiven Ubiquinol-Form – ist ein Schlüsselbestandteil der mitochondrialen Energieproduktion und fungiert gleichzeitig als Antioxidans, das die Zellen vor oxidativem Stress schützt. Mit zunehmendem Alter sinken die körpereigenen Spiegel an aktivem Q10, gleichzeitig nimmt die Eizellqualität ab – und diese Verbindung hat das Thema in der Fruchtbarkeitsforschung interessant gemacht.

Was sagt die Forschung?

In einer oft zitierten Studie an Mäusen konnten Q10-Supplemente die mitochondriale Funktion der Eizellen wiederherstellen und den altersbedingten Rückgang der Eizellqualität und -anzahl teilweise umkehren (Ben-Meir u.a., 2015). Beim Menschen wurde festgestellt, dass Q10 in der Follikelflüssigkeit um die Eizelle vorhanden ist und dass höhere Spiegel mit reiferen Eizellen und Embryonen höherer Qualität zusammenhängen.

Eine systematische Übersicht und Metaanalyse randomisierter Studien an Frauen, die sich einer assistierten Befruchtung (IVF/ICSI) unterziehen, ergab, dass eine Q10-Supplementierung mit mehr entnommenen Eizellen und einer höheren Rate klinischer Schwangerschaften verbunden war, insbesondere bei Frauen mit schwacher ovarieller Reaktion – die Autoren betonen jedoch, dass die Datenlage begrenzt ist und größere Studien erforderlich sind. Ein Übersichtsartikel aus dem Jahr 2025 fasst die schützenden Wirkungen von Q10 auf die Eierstockfunktion ähnlich zusammen. (Beachten Sie, dass ein Großteil der Forschung "Coenzym Q10" als Oberbegriff verwendet; Ubiquinol ist die aktive Form, die der Körper tatsächlich nutzt.)

Dosierung, Zeitpunkt und Sicherheit

Eizellen reifen etwa drei Monate vor dem Eisprung, daher beginnt man in der Forschung oft frühzeitig – gerne 2–3 Monate vorher – mit der Supplementierung, um die heranreifenden Eizellen zu beeinflussen. Studien haben unterschiedliche Dosen verwendet, oft im Bereich von einigen hundert Milligramm pro Tag.

Q10 (einschließlich Ubiquinol) gilt im Allgemeinen als sicher und gut verträglich. Gleichzeitig gibt es derzeit keine offiziell zugelassene gesundheitsbezogene Angabe für Q10 innerhalb der EU, und die Wirkung kann von Person zu Person variieren. Überschreiten Sie nicht die empfohlene Dosis und sprechen Sie vor Beginn mit Ihrem Arzt oder Ihrer Hebamme – insbesondere, wenn Sie blutverdünnende Medikamente einnehmen oder sich einer Fruchtbarkeitsbehandlung unterziehen.

Häufig gestellte Fragen

Ubiquinol oder normales Q10 – was soll ich wählen?
Ubiquinol ist die aktive, am leichtesten aufnehmbare Form und die erste Wahl, die die meisten empfehlen – besonders mit zunehmendem Alter, da der Körper dann Schwierigkeiten hat, Ubiquinon in Ubiquinol umzuwandeln.

Wann sollte man vor einer Schwangerschaft mit der Einnahme von Ubiquinol beginnen?
Da Eizellen etwa drei Monate lang reifen, beginnt man normalerweise frühzeitig, oft 2–3 Monate bevor man versucht, schwanger zu werden.

Kann Ubiquinol bei geringer Eizellreserve oder niedrigem AMH helfen?
Mehrere Studien haben sich speziell auf Frauen mit eingeschränkter Eizellreserve konzentriert und vielversprechende Ergebnisse gezeigt, aber die Datenlage ist noch begrenzt. Sprechen Sie dies mit Ihrer Kinderwunschklinik ab.

Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und stellt keine medizinische Beratung dar. Konsultieren Sie immer einen Arzt oder eine Hebamme bezüglich Nahrungsergänzungsmitteln, insbesondere bei Kinderwunsch oder laufender Behandlung.

Quellen